Buchhaltung
Laufende Buchhaltung, Belegerfassung, offene Posten, Zahlläufe und die Vorbereitung des Jahresabschlusses. Belege kommen digital, ohne Papier.
Zur LeistungDie laufende Buchhaltung kannst du selbst machen, auch als GmbH, wenn du die Regeln kennst und jeden Monat die Zeit dafür hast. Kostet sie dich regelmäßig mehr als einen Arbeitstag im Monat oder häufen sich Fehler, rechnet sich meist eine externe Buchhaltung.
Viele Geschäftsführer machen die Buchhaltung in den ersten Jahren selbst, abends oder am Wochenende. Das geht, solange die Zahl der Belege klein bleibt und du weißt, was wohin gehört. Dieser Beitrag zeigt, wo die Grenze liegt, und vergleicht die drei Wege: selbst machen, eine eigene Kraft einstellen oder die Buchhaltung extern abgeben. Rechtliche Angaben beschreiben den Stand im März 2026.
Selbst machen kannst du die laufenden Arbeiten, die jeden Monat anfallen:
Wichtig ist ein fester Termin im Monat, an dem du alle Belege des Vormonats abschließt. Wer sie über Wochen sammelt, bucht am Ende unter Zeitdruck und übersieht dabei Fehler.
Schwieriger wird es bei allem, was über den Monat hinausgeht: Abschreibungen, Rückstellungen, Abgrenzungen zum Jahresende, Bewertungsfragen und Sonderfälle bei der Umsatzsteuer, etwa bei Leistungen aus dem Ausland. Diese Punkte entscheiden darüber, ob der Jahresabschluss stimmt. Wer sie selbst bucht, braucht Fachwissen, das man nicht nebenbei aufbaut.
Bilanz, Jahresabschluss und Steuererklärungen sind ein eigener Schritt. Die laufende Buchhaltung liefert dafür die Grundlage. Je sauberer sie geführt ist, desto weniger Rückfragen und Nacharbeit kommen am Jahresende auf dich zu.
Ja. Kein Gesetz schreibt vor, wer die Bücher einer GmbH führt. Der Geschäftsführer ist aber dafür verantwortlich, dass sie ordnungsgemäß geführt werden, auch wenn er die Arbeit abgibt. Eine GmbH ist immer zur doppelten Buchführung nach dem Handelsgesetzbuch verpflichtet und muss jedes Jahr eine Bilanz aufstellen. Die einfachere Einnahmen-Überschuss-Rechnung steht ihr nicht offen.
Gewerbliche Einzelunternehmer dürfen dagegen mit einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung arbeiten, solange sie unter den Grenzen von 800.000 Euro Umsatz und 80.000 Euro Gewinn im Jahr bleiben, Freiberufler unabhängig von Umsatz und Gewinn. Für sie ist das Selbermachen deutlich einfacher als für eine GmbH.
Für alle gilt: Die Buchführung muss den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprechen, digital nach den GoBD. Dazu gehören vollständige und zeitnahe Buchungen, eine unveränderbare Ablage und eine Beschreibung, wie die Belege verarbeitet werden. Buchungsbelege sind acht Jahre aufzubewahren, Bücher und Jahresabschlüsse zehn Jahre. Wie der Umstieg von Ordnern auf eine digitale Buchhaltung gelingt, beschreiben wir auf einer eigenen Seite.
Das hängt vor allem an der Zahl der Belege und daran, wie sie bei dir ankommen. Wer nur nebenbei bucht, braucht je Beleg deutlich länger als ein geübter Buchhalter. Dazu kommen Bankabgleich, Mahnungen, Rückfragen und die Umsatzsteuervoranmeldung. Die folgende Rechnung zeigt zwei Fälle mit Beispielzahlen:
| 150 Belege | 400 Belege | |
|---|---|---|
| Belege erfassen und zuordnen, 4 Minuten je Beleg | 10 Std. | 27 Std. |
| Bank abgleichen und offene Posten nachhalten | 3 Std. | 6 Std. |
| Umsatzsteuervoranmeldung und Rückfragen | 2 Std. | 3 Std. |
| Zeit im Monat | 15 Std. | 36 Std. |
| Zeit im Jahr | 180 Std. | 432 Std. |
Bei 400 Belegen ist das fast eine Arbeitswoche im Monat. Diese Zeit fehlt für Kunden, Angebote und das eigene Team. Josua Vieten, Gründer von ExoMatter, hat nach der Übergabe von Buchhaltung und Controlling an SnC Solution 5 Stunden pro Woche zurückgewonnen.
Weniger Zeit kostet die Buchhaltung, wenn Belege nicht abgetippt werden müssen: Bank, Kreditkarten und Rechnungsprogramm über Schnittstellen anbinden, Eingangsrechnungen als Datei statt auf Papier. Mit der E-Rechnungspflicht ab 2027 wird das ohnehin Standard. Wie Routinearbeit mit KI und Automatisierung wegfällt, zeigen wir an anderer Stelle.
Die meisten Fehler fallen erst spät auf: beim Jahresabschluss, bei einer Betriebsprüfung oder wenn das Konto plötzlich leer ist. Teuer werden vor allem diese:
Der letzte Punkt kostet oft am meisten, weil er nicht auffällt. Wer Monate hinterher bucht, sieht in der BWA nur die Vergangenheit und merkt zu spät, wenn die Liquidität knapp wird. Eine Liquiditätsplanung setzt voraus, dass die Buchhaltung aktuell ist.
Welcher Weg passt, hängt von Belegmenge, deinem eigenen Zeitwert und davon ab, wie wichtig dir aktuelle Zahlen sind.
Selbst machen kostet kein Geld, aber deine Zeit. Es passt, solange du wenige Belege hast, die Regeln kennst und die Buchhaltung jeden Monat zeitnah erledigst. Fällt sie in die Abende und bleibt liegen, sind die Zahlen zum Steuern zu alt.
Eine eigene Kraft einstellen lohnt sich, wenn die Arbeit eine Stelle füllt, denn das Gehalt gehört zu den Fixkosten und läuft auch in ruhigen Monaten weiter. Neben dem Gehalt kommen der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung von rund 21 Prozent, Arbeitsplatz, Software und Weiterbildung dazu. Bei Urlaub, Krankheit oder Kündigung bleibt die Arbeit liegen, und das Wissen hängt an einer Person. Was eine eigene Kraft im Vollkostenvergleich kostet, rechnet der Ratgeber Buchhaltung auslagern: was es kostet durch.
Extern abgeben heißt, dass ein Team die laufende Buchhaltung übernimmt und du nur noch Belege weiterleitest und Zahlungen freigibst. Du zahlst für die Leistung, nicht für Leerlauf, und die Arbeit läuft auch bei Urlaub weiter. Der Preis dafür: Du musst Abläufe festlegen und Belege konsequent digital weitergeben.
Eine feste Grenze gibt es nicht, aber drei Zeichen, dass der Punkt erreicht ist:
Setze für deine eigene Stunde den Preis an, den du einem Kunden berechnen würdest. Bei 15 Stunden im Monat und 100 Euro je Stunde stecken in der selbst gemachten Buchhaltung 1.500 Euro Arbeitszeit im Monat, die nicht auf der Rechnung stehen.
Gründer stehen vor der Frage oft schon im ersten Jahr, weil Investoren aktuelle Zahlen sehen wollen. Für sie gibt es eine eigene Seite zur Buchhaltung für Startups.
Bei SnC Solution ist das System nach zwei bis drei Wochen einsatzbereit. In dieser Zeit werden Altdaten übernommen, Schnittstellen zu Bank, Rechnungsprogramm und Shop eingerichtet und der Belegfluss umgestellt. Was schon in deinen Systemen liegt, bleibt dort, wir binden Rechnungsprogramm, Shop oder ERP an.
Am besten wechselst du zu einem Monats- oder Quartalsanfang, damit es einen klaren Schnitt gibt. Was du vorbereiten solltest: Zugang zu Bank und bisheriger Buchhaltung, eine Liste der offenen Posten und die Belege des laufenden Jahres.
SnC Solution übernimmt die laufende Buchhaltung für Unternehmen mit rund 10 bis 200 Mitarbeitern: Belegerfassung, offene Posten, Zahlläufe, Reisekosten und Quartalsabschlüsse. Für den Jahresabschluss bereiten wir alles auf, was dafür gebraucht wird. Du leitest Belege weiter und gibst Zahlungen frei. Die Abrechnung läuft als feste Monatspauschale, nicht nach Stunden. Auf Wunsch kommt ein monatliches Reporting dazu, das aus der Buchhaltung Zahlen zum Steuern macht. Das Team sitzt im Münchner Technologiezentrum, mehr dazu unter Buchhaltungsservice München.
Buchhaltung
Laufende Buchhaltung, Belegerfassung, offene Posten, Zahlläufe und die Vorbereitung des Jahresabschlusses. Belege kommen digital, ohne Papier.
Zur LeistungThorsten Runge oder Marcel Berger sieht sich mit dir an, wie deine Belege heute laufen und welcher der drei Wege zu deinem Unternehmen passt. Kostenlos, per Videocall oder bei uns im Büro.
Ja. Wer die Bücher führt, schreibt kein Gesetz vor. Die GmbH muss aber doppelt buchen und eine Bilanz aufstellen, und du als Geschäftsführer bleibst dafür verantwortlich, dass alles ordnungsgemäß ist.
Das hängt an der Zahl der Belege und daran, wie geübt du bist. Die Rechnung im Beitrag zeigt zwei Beispiele. Mit Schnittstellen zu Bank und Rechnungsprogramm wird es weniger.
Ein Buchhaltungsprogramm, das die GoBD erfüllt, Belege unveränderbar ablegt und die Umsatzsteuervoranmeldung elektronisch übermittelt. Ab 2027 muss es außerdem E-Rechnungen erzeugen können, wenn die Pflicht für dich gilt.
Eine feste Zahl gibt es nicht. Ein guter Anhaltspunkt ist der Moment, in dem die Buchhaltung dich mehr als einen Arbeitstag im Monat kostet oder die Zahlen beim Monatsende schon Wochen alt sind.
Ja. Häufig bleibt die Freigabe von Zahlungen beim Geschäftsführer, während Belegerfassung, offene Posten und Abstimmung extern laufen. Wichtig ist, dass klar festgelegt ist, wer was bucht.
Wir übernehmen sie in der Übergabephase: offene Posten, Stammdaten und die Buchungen des laufenden Jahres. Was aus früheren Jahren gebraucht wird, bleibt in deiner Ablage abrufbar.