BWA erklärt: Aufbau
und Beispiel
Die BWA, kurz für betriebswirtschaftliche Auswertung, zeigt jeden Monat Umsatz, Kosten und vorläufiges Ergebnis aus der Buchhaltung. Sortiert ist sie nach Konten, nicht nach deinem Geschäft.
So ist eine BWA aufgebaut
Die häufigste Form ist die kurzfristige Erfolgsrechnung. Darin stehen der aktuelle Monat und das bisherige Jahr nebeneinander. Für einen Onlinehändler mit 12 Mitarbeitern sieht der Juni so aus:
| Juni | Januar bis Juni | |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 240.000 € | 1.380.000 € |
| minus Wareneinsatz | 132.000 € | 772.000 € |
| Rohertrag | 108.000 € | 608.000 € |
| minus Personalkosten | 52.000 € | 309.000 € |
| minus Raumkosten | 8.000 € | 48.000 € |
| minus Werbe- und Versandkosten | 31.000 € | 176.000 € |
| minus Sonstige Kosten | 9.000 € | 57.000 € |
| Vorläufiges Ergebnis | 8.000 € | 18.000 € |
Der Rohertrag ist das, was nach dem Wareneinsatz bleibt. Das vorläufige Ergebnis ist noch nicht der Gewinn: Abschreibungen, Bestandsveränderungen und Abgrenzungen fehlen oft und kommen erst mit dem Jahresabschluss dazu. Im Beispiel steht nach sechs Monaten ein Plus von 18.000 Euro. Ob es am Jahresende so bleibt, zeigt die BWA nicht.
Wann die BWA wichtig wird und wo sie aufhört
Die BWA ist die erste Auswertung, die du jeden Monat bekommst, und Banken lassen sie sich bei Krediten regelmäßig vorlegen. Daran siehst du, ob Umsatz und Kosten grob im Rahmen liegen. Was sie nicht zeigt: wie viel Geld auf dem Konto sein wird, welcher Kunde oder welches Produkt Geld bringt und wie weit du von deiner Planung entfernt bist.
Damit die BWA stimmt, müssen die Belege des Monats vollständig und richtig gebucht sein. Das übernimmt SnC Solution in der Buchhaltung. Wer seine Zahlen nach dem eigenen Geschäft sortiert und mit der Planung verglichen sehen will, bekommt das im Reporting.
Liest du deine BWA, oder legst du sie ab?
Bring deine letzte BWA mit. Im Erstgespräch gehen wir sie gemeinsam durch und zeigen dir, was sie über dein Unternehmen sagt und was nicht.
Häufig gestellte Fragen
BWA steht für betriebswirtschaftliche Auswertung. Erstellt wird sie aus der Buchhaltung, also dort, wo deine Belege gebucht werden, und kommt in der Regel einmal im Monat.
Nein. Abschreibungen, Bestandsveränderungen und Abgrenzungen fehlen oft noch. Der tatsächliche Gewinn steht erst im Jahresabschluss und kann deutlich vom vorläufigen Ergebnis abweichen.
Weil die BWA bei bilanzierenden Unternehmen Umsatz zählt, sobald die Rechnung geschrieben ist, nicht wenn das Geld kommt. Offene Forderungen, Lagerbestand und Tilgungen stehen nicht im Ergebnis. Wie viel Geld wann da ist, zeigt eine Liquiditätsplanung.
Die BWA sortiert nach Konten und folgt einem festen Schema. Ein Reporting sortiert nach deinem Geschäft, etwa nach Kunden, Projekten oder Standorten, vergleicht mit der Planung und erklärt die Abweichungen.
Aussagekräftig ist sie, wenn alle Belege des Monats gebucht sind und regelmäßige Kosten wie Versicherungen auf die Monate verteilt werden. Wird eine Jahresrechnung in einem Monat voll gebucht, sieht dieser Monat schlechter aus, als er war.
Umsatz, Rohertrag und die großen Kostenblöcke im Vergleich zum Vormonat und zum Vorjahr. Fällt eine Zahl aus dem Rahmen, lohnt sich die Frage nach dem Grund, bevor der nächste Monat kommt.


