Soll-Ist-Vergleich: Definition
und Beispiel
Ein Soll-Ist-Vergleich stellt die geplanten Zahlen den tatsächlichen gegenüber und zeigt die Abweichung in Euro und Prozent. So siehst du jeden Monat, wo du vom Plan abweichst.
Soll-Ist-Vergleich: ein Beispiel aus dem Monatsreporting
Eine Werbeagentur mit 25 Mitarbeitern hat für März einen Umsatz von 210.000 Euro geplant. Die Abweichung ist Ist minus Soll, bei den Kosten heißt ein Plus also mehr Kosten als geplant.
| Soll | Ist | Abweichung | |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 210.000 € | 186.000 € | −24.000 € |
| minus Freie Mitarbeiter und Fremdleistungen | 42.000 € | 51.000 € | +9.000 € |
| minus Personalkosten | 118.000 € | 117.000 € | −1.000 € |
| minus Sonstige Kosten | 30.000 € | 31.000 € | +1.000 € |
| Ergebnis | 20.000 € | −13.000 € | −33.000 € |
Der Umsatz liegt 24.000 Euro unter Plan, das sind rund 11 Prozent. Gleichzeitig lagen die Fremdleistungen 9.000 Euro über Plan. Zusammen ergeben die beiden Zeilen die ganze Abweichung von 33.000 Euro, Personal und sonstige Kosten heben sich gegenseitig auf. Die Fragen für das Gespräch sind damit klar: Hat ein Kunde einen Auftrag verschoben, und warum wurden mehr freie Mitarbeiter gebraucht als geplant?
Wann der Soll-Ist-Vergleich wichtig wird
Sobald du eine Planung hast. Ohne Soll-Ist-Vergleich bleibt die Planung ein Dokument, das im Januar entsteht und im Dezember wieder auftaucht. Mit dem Vergleich jeden Monat fällt eine Abweichung nach vier Wochen auf, nicht nach zwölf Monaten, und du kannst gegensteuern, solange das Jahr noch läuft.
Im Monatsreporting von SnC Solution steht am fünften Werktag der Vergleich mit Planung und Vorjahr, mit einer Erklärung je Abweichung. Mehr dazu auf der Seite Reporting.
Wo weicht dein letzter Monat vom Plan ab?
Bring deine Planung und die Zahlen des letzten Monats mit. Im Erstgespräch zeigen wir dir, wie ein Soll-Ist-Vergleich dafür aussieht.
Häufig gestellte Fragen
Du ziehst den Sollwert vom Istwert ab, das ist die Abweichung in Euro. Teilst du sie durch den Sollwert, hast du die Abweichung in Prozent. Bei 186.000 Euro Ist und 210.000 Euro Soll sind das minus 24.000 Euro oder rund minus 11 Prozent.
Die großen in Euro, nicht die großen in Prozent. 50 Prozent über Plan beim Büromaterial sind meist weniger wichtig als 5 Prozent unter Plan beim Umsatz. Sinnvoll ist eine feste Schwelle, ab der jede Abweichung erklärt wird.
Der Soll-Ist-Vergleich misst gegen deine Planung, also gegen das, was du dir vorgenommen hast. Der Vorjahresvergleich misst gegen den gleichen Zeitraum im Vorjahr. Beide zusammen zeigen, ob eine Abweichung am Plan liegt oder am Geschäft.
Ja, ohne Soll gibt es keinen Vergleich. Für den Anfang reicht eine Planung von Umsatz und Kosten je Monat, sie lässt sich später zu einer vollständigen Unternehmensplanung ausbauen.
Jeden Monat. Ein Vergleich, der nur einmal im Jahr kommt, zeigt Abweichungen erst, wenn sich nichts mehr ändern lässt.
Meist nicht. Die BWA vergleicht in der Regel mit dem Vorjahr, nicht mit einer Planung, und sortiert nach Konten. Ein Reporting stellt die Zahlen deiner Planung gegenüber und erklärt die Abweichungen.


