Glossar

Deckungsbeitrag berechnen: Definition
und Beispiel

Der Deckungsbeitrag ist, was vom Umsatz bleibt, wenn du die variablen Kosten abziehst, etwa das Material für einen Auftrag. Aus ihm bezahlst du deine Fixkosten, erst was danach bleibt, ist Gewinn.

So berechnest du den Deckungsbeitrag

Die Formel lautet: Deckungsbeitrag = Umsatz minus variable Kosten.

Ein Beispiel: Ein Sanitärbetrieb mit 15 Mitarbeitern vergleicht zwei typische Aufträge. Die Monteure sind fest angestellt, ihre Löhne zählen deshalb zu den Fixkosten. Variabel ist, was nur wegen des Auftrags anfällt: Material, der Fliesenleger als Subunternehmer, Anfahrt und Entsorgung.

Deckungsbeitrag je Auftrag, Beispielzahlen, alle Beträge netto
BadsanierungHeizungstausch
Umsatz18.000 €12.000 €
minus Material und Geräte7.200 €7.800 €
minus Subunternehmer3.100 €900 €
minus Anfahrt und Entsorgung500 €300 €
Deckungsbeitrag7.200 €3.000 €
Deckungsbeitragsquote40 %25 %

Der Heizungstausch bringt zwei Drittel des Umsatzes einer Badsanierung, für die Fixkosten bleiben aber nur 3.000 Euro statt 7.200 Euro. Hat der Betrieb im Jahr 900.000 Euro Fixkosten für Löhne, Miete, Fahrzeuge und Büro, braucht er 125 Badsanierungen, um sie zu decken, oder 300 Heizungstausche. Erst der Deckungsbeitrag jedes weiteren Auftrags ist Gewinn.

Wann der Deckungsbeitrag wichtig wird

Immer dann, wenn du über Preise und Aufträge entscheidest. Ein Auftrag mit kleinem, aber positivem Deckungsbeitrag kann sich lohnen, wenn deine Leute sonst nicht ausgelastet wären, denn er bezahlt einen Teil der Fixkosten. Sind die variablen Kosten höher als der Preis, verlierst du mit jedem Auftrag Geld, egal wie gut der Umsatz aussieht.

Die BWA zeigt den Deckungsbeitrag nicht, weil sie nach Konten sortiert und nicht nach Aufträgen. Wie SnC Solution den Deckungsbeitrag je Auftrag, Projekt oder Produkt in deine Zahlen bringt, steht auf der Seite Kostenrechnung.

{01} Termin

Weißt du, welcher Auftrag deine Fixkosten trägt?

Bring die Zahlen von zwei oder drei typischen Aufträgen mit. Im Erstgespräch rechnen wir den Deckungsbeitrag gemeinsam durch.

{02} Fragen

Häufig gestellte Fragen

Der Deckungsbeitrag zieht vom Umsatz nur die variablen Kosten ab. Gewinn entsteht erst, wenn aus der Summe aller Deckungsbeiträge auch die Fixkosten wie Miete, Gehälter und Fahrzeuge bezahlt sind.

Du nimmst den Nettopreis und ziehst alle Kosten ab, die nur wegen dieses Produkts oder Auftrags entstehen, etwa Material, Fremdleistungen und Versand. Das Ergebnis ist der Deckungsbeitrag je Stück oder je Auftrag.

Die Quote ist der Deckungsbeitrag geteilt durch den Umsatz und zeigt, wie viel von jedem Euro Umsatz für die Fixkosten übrig bleibt. Einen Wert, der für alle passt, gibt es nicht, er hängt an deiner Branche und an der Höhe deiner Fixkosten.

Oft ja, wenn deine Leute sonst nicht ausgelastet wären, denn jeder Euro Deckungsbeitrag bezahlt einen Teil der Fixkosten. Verdrängt der Auftrag aber einen besseren, kostet er dich Geld.

Beim Deckungsbeitrag I ziehst du vom Umsatz nur die variablen Kosten ab. Beim Deckungsbeitrag II ziehst du zusätzlich die Fixkosten ab, die sich einem Produkt oder Bereich direkt zuordnen lassen, etwa eine Maschine, die nur für eine Produktlinie läuft.

Aus der Buchhaltung, wenn Erlöse und Kosten den Aufträgen, Projekten oder Produkten zugeordnet werden. Die BWA sortiert nach Kontenrahmen, nicht nach Aufträgen. Diese Zuordnung leistet eine Kostenrechnung.