Glossar

Was ist Liquiditätsplanung? Definition
und Beispiel

Eine Liquiditätsplanung zeigt, wie viel Geld in den nächsten Wochen auf deinem Konto sein wird. So siehst du eine Lücke, bevor sie das Konto erreicht, auch wenn du Gewinn machst.

Liquiditätsplanung: ein Beispiel über drei Wochen

Ein Metallbaubetrieb mit 30 Mitarbeitern hat volle Auftragsbücher und schreibt Gewinn. In Woche 3 sind die Löhne fällig, ein großer Kunde zahlt seine Rechnung aber erst nach 60 Tagen.

Liquiditätsplanung über drei Wochen, Beispielzahlen
Woche 1Woche 2Woche 3
Kontostand zu Beginn85.000 €61.000 €49.000 €
Zahlungen von Kunden40.000 €22.000 €18.000 €
minus Löhne und Gehälter0 €0 €105.000 €
minus Lieferanten48.000 €18.000 €9.000 €
minus Miete und laufende Kosten16.000 €16.000 €16.000 €
Kontostand am Ende61.000 €49.000 €−63.000 €

Der Betrieb macht Gewinn, trotzdem fehlen in Woche 3 63.000 Euro, weil die Löhne vor dem Geld des großen Kunden fällig sind. Steht das drei Wochen vorher in der Planung, bleibt Zeit: den Kunden um eine Abschlagszahlung bitten, eine Lieferung später bezahlen oder mit der Bank über den Kontokorrentrahmen sprechen. Steht es erst auf dem Kontoauszug, ist es zu spät.

Wann eine Liquiditätsplanung wichtig wird

Sobald zwischen deinen Ausgaben und dem Geld deiner Kunden Wochen liegen: bei langen Zahlungszielen, bei saisonalem Geschäft, bei Projekten mit großen Vorleistungen und in jeder Wachstumsphase. Auch vor einem Kreditgespräch oder einer Finanzierungsrunde brauchst du sie, weil Bank und Investoren sehen wollen, wie lange das Geld reicht.

SnC Solution setzt die Planung über 13 Wochen rollierend und über 12 Monate auf und aktualisiert sie jede Woche. Wie das läuft, steht auf der Seite Liquiditätsplanung.

{01} Termin

Weißt du, was in 13 Wochen auf deinem Konto ist?

Im Erstgespräch zeigen wir dir an deinem Kontostand und deinen offenen Rechnungen, wie eine Liquiditätsplanung für dein Unternehmen aussieht.

{02} Fragen

Häufig gestellte Fragen

Gewinn ist, was nach allen Kosten eines Zeitraums übrig bleibt. Liquidität ist das Geld, das tatsächlich auf dem Konto ist. Ein Unternehmen kann Gewinn machen und trotzdem nicht zahlen können, wenn Kunden spät zahlen und eigene Rechnungen früher fällig sind.

Für die nächsten Wochen genau, für das Jahr grob. SnC Solution plant 13 Wochen rollierend auf Wochenbasis und 12 Monate auf Monatsbasis.

Den aktuellen Kontostand, offene Rechnungen an Kunden mit ihren Zahlungszielen, offene Rechnungen von Lieferanten, Löhne, Miete und alle festen Zahlungen. Dazu kommen Aufträge, die demnächst abgerechnet werden.

Jede Woche, wenn das Geld knapp werden kann, sonst mindestens einmal im Monat. Eine Planung, die drei Monate alt ist, zeigt eine Lücke nicht mehr rechtzeitig.

Zahlungen von Kunden früher anfordern, Abschläge vereinbaren, Ausgaben verschieben oder rechtzeitig mit der Bank sprechen. Je früher die Lücke sichtbar ist, desto mehr dieser Wege stehen offen.

Für den Anfang reicht Excel, solange jemand sie jede Woche pflegt. Schwierig wird es, wenn mehrere Konten, Gesellschaften oder viele offene Posten zusammenkommen. Dann lohnt sich eine Planung, die direkt aus Buchhaltung und Bank gespeist wird.